FARSe : Interview mit Axel Goepfer für ein intensives Programm
Für sein viertes Jahr als künstlerischer Leiter des FARSe, entführt uns Axel Goepfer in ein Programm, das ganz im Zeichen der Intensität steht.
Was ist der rote Faden dieser 11. Ausgabe des Festivals der Straßenkünste von Strasbourg Eurométropole?
Die Thematik „FARSE intense“ umfasst mehrere Punkte. Zunächst die Tatsache leidenschaftliche und engagierte künstlerische Ausdrucksformen in den Vordergrund zu stellen, von Künstlern, die echte Erfahrungen bieten, wie die starke Tanzaufführung Mirage (un jour de fête) (28.-30.08., Place du Château) von der Kompagnie Dyptik. In der selben Art kommt der CirkVOST mit Pigments (29. & 30.08., Parc de la Citadelle), ein beeindruckendes luftiges Projekt in 15 Metern Höhe. Die Intensivierung entsteht auch durch mehr Werke, die für den Samstag und Sonntag eingeplant sind – ungefähr 15% mehr im Vergleich zum letzten Jahr – um auf die Nachfrage des Publikums zu antworten, das immer zahlreicher wird [45 000 Zuschauer im Jahr 2025, Anm.d.Red.]. Und schließlich geht es darum einige spezifische Aspekte der Veranstaltung zu beleuchten und die Partnerschaften zu verstärken. Man kann das Village du FARSe zitieren, das in der Manufacture des Tabacs zurück ist und seine ganze Reihe von Initiationen und Ateliers, die vom Szenographen-Kollektiv Atelier NA und Alexiane Magnin organisiert werden, einer Künstlerin und Illustratorin aus Straßburg.

Wie viele Aufführungen sind zu entdecken?
Es gibt ungefähr 70, für eine Gesamtzahl von 23 bis 25 Stü- cken. Das Ziel besteht darin, jedes zwei bis drei Mal über das gesamte Wochenende anzubieten. Das Programm nimmt Achsen wieder auf, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden. Es ist interdisziplinär, mit Tanz, Zirkus, Theater oder Musik passt es sich an Familien an, mit Terminen am Morgen und es kombiniert regionale, nationale und internationale Ensembles. Rouge Carmin aus Nancy kommt mit Mon Monstre à moi (29. & 30.08.), familiärem Theater und Zirkus auf einer in der Luft hängenden Struktur, das sich an einem neuen Ort abspielt, dem Amphitheater des Hofes des Lycée Oberlin. Les Tourangeaux aus der Compagnie du Coin tragen die musikalische Aufführung La Cérémoniale (28.-30.08.), die ebenfalls an einem neuen Ort stattfindet: den Gärten des Palais universitaire. Die belgische Truppe Chaussons rouges präsentiert ihrerseits Épiphytes (28.-30.08., Rue du Jura), ein Projekt in halber Höhe, das sich mit der Beziehung der vier Interpreten zur Natur beschäftigt. Es ist übrigens der Gegenstand einer neuen Partnerschaft mit Ostwald und dem Point d’Eau, wo es im Vorfeld, am Donnerstag den 27. August empfangen wird.
Catherine Trautmann hat angekündigt, dass das FARSe einer der kulturellen Pfeiler ihres Mandats sei: Hat die Ankunft der neuen Stadtverwaltung einen Einfluss auf das Festival gehabt?
Da sie im Frühjahr gewählt wurde und ein Projekt wie das FARSe über ein Jahr geplant wird, gab es keine Änderungen für die Ausgabe 2026. Das Team der Stadt wird nichtsdestotrotz aufmerksam dieser Ausgabe folgen und sicherlich für die Kommenden seine Empfehlungen aussprechen.
An verschiedenen Orten in Straßburg vom 28. bis 30.08.
ete.strasbourg.eu
> Vor-Festival am 26. und 27.08.
