Oper: Le Miracle d’Héliane aus der Sicht von Jakob Peters-Messer
Als absolute Seltenheit wird Das Wunder der Heliane von Erich Wolfgang Korngold als französische Uraufführung in Straßburg gezeigt. Ein Ereignis.
Lange Jahre vergessen – ebenso wie sein Meisterwerk Die tote Stadt, dessen französische Uraufführung ebenfalls im Jahr 2001 in Straßburg gezeigt wurde – kommt Das Wunder der Heliane (1927) von Korngold, langsam wieder zum Vorschein und erlaubt es einen genialen Komponisten wiederzuentdecken, der den letzten Aufschrei der Wiener Romantik repräsentiert. Doppelt unsichtbar gemacht – vom Dritten Reich, das ihn als „degeneriert“ einstufte, dann von der tabula rasa von Pierre Boulez – verströmt seine üppige Musik eine starke Anziehungskraft.

Das ist der Fall auf einer Seite, die sich von mittelalterlichen Mysterien und der Literatur des „Fin de Siècle“ inspirieren lässt, die die Geschichte eines Souveräns erzählt, der von seiner Frau nicht geliebt wird und seinen Untertanen eine graue, freudlose Existenz aufzwängt. Plötzlich kommt ein Fremder in die Stadt. Er wird dieses Gleichgewicht der Mittelmäßigkeit zersplittern lassen… In seiner Inszenierung voller Eleganz und Nüchternheit untersucht Jakob Peters-Messer die Möglichkeit, die die Liebe hat über alles zu triumphieren… wenn sie von einem grenzenlosen Willen getragen wird.
In der Oper (Straßburg) vom 21. Januar bis 1. Februar
operanationaldurhin.eu
> Als Echo darauf präsentiert das Quatuor Diotima Korngold und seine Ursprünge, eine Variation zur Post-Romantik von Wien bis Hollywood (18.02.)
quatuordiotima.fr
