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Interview: Eugénie Burnier, Direktorin des Festival de la Paille in Métabief

@Johann Rousseau

In Métabief, ist die 25. Ausgabe des Festival de la Paille auch die Letzte: Eugénie Burnier, seine Direktorin seit 2024, über zwei Jahrzehnte und ein erinnerungswürdiges Ende.

Die Veranstaltung ist im Jahr 2000 in Chaffois im Département Doubs entstanden, bevor sie im Jahr 2008 nach Métabief umzog. Was sind die großen Etappen seiner Entwicklung?
La Paille ist das Projekt einer Gruppe von Rocker-Freunden, die keinen Ort hatten um aufzutreten. Sie sind in den umliegenden Dörfern aufgewachsen und wollten eine Veranstaltung auf die Beine stellen: Das Format Festival existierte bereits, aber nicht so sehr wie heute, deshalb war da eine Leerstelle zu besetzen. Anfangs bestand das Publikum nur aus rund hundert Personen, aber es war ausreichend um weiterzumachen. Sie hatten den späteren Erfolg nicht vorgesehen und haben also nach einem neuen Ort gesucht. Der damalige Bürgermeister von Métabief, der dies übrigens heute noch ist, [Gérard Dèque, Anm.d.Red.], hat ihnen gesagt, dass er bereit dazu ist, sie zu Fuße der Skipisten zu empfangen. Die Identität des Festivals hat sich rund um diesen außergewöhnlichen Rahmen aufgebaut, zwischen Wald und Bergen. Das Ganze strukturiert sich rund um den Verein Collectif Organisation. Er vereint 35 aktive Mitglieder pro Jahr, zu denen im Sommer 500 freiwillige Helfer hinzukommen.

@Johann Rousseau

Nach der Ausgabe 2025 wurde die Entscheidung getroffen, das Rendezvous in diesem Jahr abzuschließen. Wie ist sie gefallen?
Diese Wahl ist ziemlich schnell gekommen. Ab August haben wir verstanden, dass wir ein großes Problem haben werden: Es fehlten 4000 bezahlte Tickets, also rund 200 000 Euros. Obwohl wir sparten, waren die Kassen leer – das Budget von La Paille beträgt 1,4 Millionen Euro, darunter 80% Eigenfinanzierung, 10% Subventionen aus der öffentlichen Hand, 10% aus dem Privaten. Die Situation vor Corona war außergewöhnlich, was die Besucherzahlen und die Dynamik angeht. Man hätte glauben können, dass dies die neue Norm ist, aber es hat nicht angehalten. Auch wenn es der schlimmste Moment der Geschichte des Vereins und des Festivals ist, ist es auch paradoxerweise, der Schönste, denn er steht für einen Erfolg. Seit dem Erscheinen des Programms, gehen die Verkäufe mit, was es uns erlaubt, diese letzte Ausgabe, über alle Erwartungen hinaus abzusichern.

Es sind also Überraschungen zu erwarten?
Ja, man kann nicht gehen ohne Auf Wiedersehen zu sagen, ohne das Publikum zu feiern. Unser Team bereitet ein ganz neues Happening vor und spart nicht an Emotionen.

Auf der Seite der Bühne findet man etablierte Namen wieder, aufstrebende Künstler und regionale Talente…
Wie eine Anspielung, einige waren schon bei uns: Youssoupha (25.07.), Les Wampas (25.07.), Biga*Ranx (24.07.), Skip the Use (25.07.), Kyo (25.07.). Die Jungen machen auch ihre ersten Schritte, wie Luiza (25.07.) oder auch die Rapper Shao und Cinza aus Besançon (24.07.). Sie arbeiten nicht speziell zusammen, werden aber ein Projekt zu zweit aufziehen. Man kann auch Alexandrie (24.07.) nennen, den Balavoine von heute, der alle Codes des Kitschs der ersten Slows und des festlichen Pops aufnimmt, sowie DJ Sarah DJ (25.07.). Das ist ein Kollektiv aus Freunden und Hobby-Musikern, die sich vor vier oder fünf Jahren auf dem Festival getroffen haben. Jedes Mal hat ihre Anführerin Sarah, die Angewohnheit angenommen die Lautsprecher zu hacken um ihrem Mix zu spielen, also haben wir ein vierstündiges Zeitfenster angeboten, das wie ein großer Pausenhof ist.


In Métabief am Freitag den 24. und Samstag den 25. Juli
festivalpaille.fr

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