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In Reims widmet sich Born to be a live dem Kabarett!

Olivier Normand, Vaslav © Félix Glutton

Bruno Lobé, der Direktor des Manège de Reims nimmt uns mit in eine 11. ganz neue Ausgabe von Born to be a live, in der das Kabarett brilliert.

Dieses neue Thema ist ein Echo auf die Saison Cabaret des französischen Ministeriums für Kultur (bis 18.12.) und bietet Disziplinen an, die für das Manège ungewöhnlich sind…
Was auch besonders ist, ist das wir normalerweise das Festival im Zirkus und im Theater organisieren. Aber da der Erste renoviert wird – wir wissen nicht bis wann – wurde eine Baracke als Ersatz aufgebaut. Es handelt sich um eine große Struktur von 35 auf 25 Meter, wie jene, die man auf Baustellen finden kann. Sie empfängt die After-Veranstaltungen und Praxis von Laien oder jungen Talenten… Die Jungen haben so viele Dinge zu sagen, vor allem zurzeit.

Welche etablierten Künstler wird man antreffen?
Den Auftakt macht Échos (05.11.) von Charlie d’Emilio, einem in der Queer-Community recht bekannten Drag-King. Émilie, die junge Frau, die ihn verkörpert, singt wunderbar und hat eine Ausbildung als Tänzerin absolviert. Ihre Figur, die auf der Suche nach sich selbst ist, füllt die gesamte Bühne aus und rückt eine Disziplin stärker ins Rampenlicht, die manchmal weniger sichtbar ist als die der Drag-Queens. Erwähnenswert ist auch On a tous quelque chose en nous… (07.11.) von Marie-Laure Baudain. Anhand eines sehr feministischen Clowns nimmt uns die Regisseurin mit auf ein lustiges Abenteuer an der Seite von Johnny Hallyday. Ludor Citrik, ein weiterer äußerst respektloser Clown, entführt uns seinerseits mit Nuancier down (12.11.) in eine Konferenz über die Geschichte dieser Figur. Die Compagnie Vénus Noire unter der Leitung von Michelle Tshibola, die aus dem Voguing und dem Pole Dance kommt, präsentiert ihrerseits Mami Wata Rit (10.11.). Es ist eine visuell sehr starke, fast erotische Show. Mit Vaslav (14.11.) schafft Olivier Normand seinerseits einen Protagonisten, der sein, ein wenig fiktives, Leben erzählt, während er zu Musik von Gainsbourg oder Nirvana singt. Begleitet wird er von einer Shruti-Box, einem Instrument, das einem Balg ähnelt und mit den Händen gespielt wird.


Und wie sieht es bei den Nachwuchskünstlern aus?
Am ersten Tag präsentiert die After-Show das Kollektiv Freakysyndicat, ein Team aus der Esad in Reims, das Kabarett und Performance mischt. In Maison Ose! (07.11.) entdeckt das Publikum eine Striptease-Aufführung, die vom Festival Sacré Burlesque aus Reims [vom 4. bis 6. Dezember, Anm. d. Red.] inszeniert wurde. Die Lyonerin Melba (12.11.), die bereits bei der Spielzeitpräsentation aufgetreten ist, kehrt ebenfalls zurück, um ein Konzert mit Klavierbegleitung zu geben. Ein weiteres musikalisches Programm: Am 10. November teilt sich die junge lokale Slam-Künstlerin Lucie Joy die Bühne mit ihrer Freundin, der Dragqueen Abyce. Und für den letzten Abend bieten wir einen After Club Cabaret an, ein vom Manège organisiertes Atelier, bei dem 16 Schauspieler teilnehmen – darunter auch ich – rund um neue Stücke. Im Anschluss gibt es ein DJ-Set, wie auch bei einigen anderen Vorstellungen.


Im Manège (Reims) vom 5. bis 14. November
manege-reims.eu

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