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Billie lässt uns ihre aktuelle EP entdecken

© Sahteene Sednaoui

Billie, alias Billie Chedid lässt uns mit ihrer aktuellen EP : À ce que les autres pensent de moi in ihr alternatives Universum reisen. Ein intimes Projekt über den Blick der Anderen und die Spuren der Vergangenheit. 

Wie lief das Schreiben des Werkes ab?
Ich komponiere und produziere gemeinsam mit meinem Partner. Er war auf Geschäftsreise in Marokko, also bin ich für einen Monat zu ihm gefahren. In diesem Moment haben wir damit begonnen es aufzubauen. Weit weg von zuhause zu sein, von meiner Familie und meiner Routine, hat es mir erlaubt zur Ruhe zu kommen und in meiner Blase zu arbeiten. Ich habe nur mit ihm geschrieben, in einem echten safe place. 

Was ist der Stil dieses Projekts?
Ich würde sagen, dass ich alternativen Rock mache, selbst wenn das ein bisschen alles und nichts einschließt und ich noch am Anfang der Kreation meines Universums bin. Ich hatte Lust darauf verschiedene Stile zu erkunden, besondere Klänge zu suchen. In I JUST WANT TO BE CLOSE TO YOU zum Beispiel sind wir zu etwas digitalerem, elektronischem umgeschwenkt und wir hatten wirklich Spaß dabei.


Kündigt der Titel der EP, À ce que les autres pensent de moi die Art der angesprochenen Themen an?
Ich habe gearbeitet ohne wirklich an den Titel zu denken. Bei der Auswahl der Stücke klang dieser Satz aus dem Lied Mes dégâts gut. Und dann ist mir bewusst geworden, dass alle Musikstücke des Projekts vom Blick der Anderen sprachen. Das ist ein Thema, das mich berührt, vor allem als Musikerin. Ich bin permanent Kritik ausgesetzt, ich kann nicht von allen gemocht werden. 

Was ändert sich zwischen der ersten und der zweiten EP?
Meine Erste beschäftigte sich mit der Entdeckung der Welt der Erwachsenen. Die Zweite befasst sich mehr mit Identität, mit dem was mich geprägt hat. Ich spreche über meine erste Liebesbeziehung, über eine super toxische Freundschaft mit einer Freundin… Ich musste zu dem zurückkommen, was ich erlebt habe, als ich jünger war und den Einfluss, den das auf die Person haben konnte, die ich heute bin. Es ist so als ob ich mir aller Probleme bewusst geworden bin, die ich haben konnte und jetzt war ich groß und reif genug um sie zu dekonstruieren.


Welches Stück liegt Ihnen am Meisten am Herzen?
RIFF 75! Es ist jenes, das am ehesten vernachlässigt wird, sicher weil es ein bisschen komisch ist [lacht]. Was den Sound betrifft, ist es in der Tat ein wenig hardcore, sehr rockig. Aber es war sehr cool es zu schreiben und es hat mich unheimlich berührt. Ich liebe es, es live zu spielen, sogar meine Musiker sagen, dass es auf der Bühne ihr Lieblingsstück ist.

Es ist ihre erste Tournee in Sälen, wie gehen Sie an sie heran?
Ich hatte nicht damit gerechnet das so früh zu tun, es erscheint mir verrückt. In diesem Sommer waren wir auf vielen Festivals, aber das ist anders. Mir zu sagen, dass diese Leute zahlen um mich zu sehen ist schwierig zu realisieren. Aber ich mag die Bühne zu sehr, ich freue mich darauf, das zu entdecken, es ist angsteinflößend und aufregend zugleich. 


In La Grenze (Straßburg) am Freitag den 13. November, in La Vapeur (Dijon) am Mittwoch den 9. Dezember und in den Trinitaires (Metz) am Donnerstag den 10. Dezember
lagrenze.eu – lavapeur.com – citemusicale-metz.fr

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