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Kulturelle Entdeckungen der Inseln mit dem Festival Arsmondo in ganz Straßburg

Visuel Arsmondo Îles © Richard Pak

Das von der Opéra national du Rhin getragene, multidisziplinäre Festival Arsmondo lässt sein Publikum für seine Ausgabe 2026 von Insel zu Insel hüpfen.

Alles ist von einem Bild von Richard Pak ausgegangen (Begegnung mit dem Photographen am 19.03., Studium) „einer Entdec-kung in einer Ausstellung von Stimultania im Jahr 2023. Unter dem Titel L’Île naufragée erkundet seine Serie ein Gebiet von Mikronesien, das vom Abbau des Phosphats zerstört wurde“, fasst Antonio Cuenca Ruiz, Co-Programmdirektor des Festivals zusammen. Und seine Komplizin Camille de Fréminville, fügt hinzu: „Wir wollten zeigen, dass hinter der Faszination, die von vielen Inselräumen ausgeht, oft eine extrem harte Realität liegt.“ Wenn diese Vorbemerkungen einmal gemacht sind, eröffnet sich dem Duo ein breites Feld der Überlegung, mit dem es ein breitgefächertes, reichhaltiges Programm komponiert von Lektüren bis zu Film-Zyklen in denen Tabou von Murnau auf The Lighthouse von Robert Eggers (12.-22.03., Le Cosmos) trifft. Der größte Platz wird aber der Musik eingeräumt, mit einem Konzert des samoanischen Tenors und Opern-Superstars Pene Pati (16.03., Oper), oder der genialen französisch-griechischen Sängerin Dafné Kritharas (18.03., Espace Django) für eine eruptive und melancholische, sonnige und tragische Odyssee. Wir lieben ebenfalls Terra insula des Kollektivs lovemusic (20.03., Oper), das aus der Thematik des Festivals eine innerliche Erfahrung macht, um die großen Stimmen der Gegenwart zu entdecken. Hier entfalten sich Komponisten wie Jonathan Dove, Jennifer Walshe oder auch Héloïse Werner, deren Uraufführung von Kingdom Animalia ein Ereignis ist.

 


Und schließlich ist es unmöglich nicht eine Produktion des Roi d’Ys zu erwähnen: Als Seltenheit von Édouard Lalo, entführt uns dieses Meisterwerk von 1888 der großen französischen Oper in die Stürme von Aremorica, rund um den Mythos einer versunkenen Stadt. Bretonische Feste, phantastisches Auftauchen des Heiligen Corentin von Quimper, phantasmagorische Flutwellen: Ein spektakuläres Werk dessen Musik, mit betonten Wagner-Einflüssen, eine starke Anziehungskraft verströmt. In der Inszenierung trifft man wieder auf Olivier Py, der in Straßburg zurück ist, das Publikum erinnert sich insbesondere an Ariane et Barbe-Bleue von Paul Dukas (2015) oder Salomé von Richard Strauss (2017). Man kann eine aktuelle, bissige und spektakuläre Vision einer Geschichte erwarten, die lange als undarstellbar galt und deren Echo in der Gegenwart beklemmend ist. Der Anstieg des Wassers und der Klimawandel bringen in der Tat Phänomene wie Tsunamis mit sich, die zahlreiche Insel-Paradiese direkt bedrohen. 


In der Oper, in der BNU, im Espace Django, im Lieu d’Europe, im Cosmos, etc. (Straßburg) vom 12. bis 22. März
operanationaldurhin.eu
> Le Roi d’Ys ist zu sehen in der Opéra de Strasbourg (11.-19.03.) und in La Filature de Mulhouse (27. & 29.03.)

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