Pastoral: poetische Neuererfindung von Beethoven durch Pam Tanowitz
Die Amerikanerin Pam Tanowitz lädt zu einem strahlenden naturverbundenen Tag ein mit Pastoral, einer Choreographie, die von Beethoven inspiriert ist.
Nach Four Quartets (2018) und Song of Songs (2023), Stücken, die jeweils das Universum von Quatre Quatuors von T.S. Eliot auf die Bühne bringen – eine Reihe von Gedichten, die zwischen 1936 und 1942 erschienen ist – und jenes des Hohe- lieds, lässt Pam Tanowitz den Tanz mit einem Meisterwerk der Vergangenheit in einen Dialog treten: Der Sinfonie Nr.6 „Pastorale“ von Beethoven. Die Aufführung beginnt zwar mit den Klängen der berühmten ländlichen Melodie, doch diese wird im Laufe des Stücks immer wieder neu interpretiert, mal verschwindet sie, mal wird sie von der Komponistin Caroline Shaw, einer langjährigen Mitarbeiterin der Choreographin, völlig neu erfunden.
Zwischen zeitgenössischem und klassischem Tanz – Spitzentanz, Plié, Saut de chat… – strahlen die Tänzer in ihren bunten Kostümen, begleitet vom Klang des Fagotts, der Oboe, aber auch von Vogelgesang und Wettergeräuschen. In einem von der Malerin Sarah Crowner entworfenen Bühnenbild, das riesige farbige Quadrate mit einer beweglichen Wand kombiniert und dessen kühle Farbtöne an schimmerndes Grün erinnern, verschmelzen die Künste miteinander und rücken die ewige Beziehung zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt.
Im Grand Théâtre (Luxemburg) am Donnerstag den 24. und Freitag den 25. September
theatres.lu
> Die Partita for 8 voices von Caroline Shaw wird bei Musica vom Ensemble Roomful of Teeth (20.09., Cité de la musique et de la danse, Straßburg) gespielt.
festivalmusica.fr



