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Die achte Kunst im Zentrum der Luxembourg Art Week

The Hour Between Dog and Wolf 2026

Als Echo auf das zweihundertjährige Jubiläum der Photographie wirft die 12. Ausgabe der Luxembourg Art Week einen Blick auf die achte Kunst.


Ab 1826 eingeführt, steht die Photographie heute im Zentrum der luxemburgischen Kunstmesse. Anhand ihres Focus Photo, einem Rundgang, der 78 teilnehmende Galerien durchzieht, ist das Publikum dazu eingeladen etablierte oder aufstrebende Künstler aus allen Ecken der Welt zu entdecken. Zu nennen ist Wolfgang Flad, ein ehemaliger Schüler der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Repräsentant von NADAN, einer Institution, die zum ersten Mal an der Veranstaltung teilnimmt. Mit seiner Serie Dark Side of The Moon unterstreicht der Deutsche die bedingungslose Faszination des Menschen für den Kosmos, indem er die Erosion des Satelliten der Erde in ergreifenden Großaufnahmen von kalter Schönheit einfängt. Eine andere neue Künstlerin: Elodie Grethen. Von FotoClierf getragen, dem Festival für zeitgenössische Photographie, das 2025 ins Leben gerufen wurde und in Clervaux stattfindet – rund sechzig Kilometer nördlich von Luxemburg – enthüllt On Motherhood (seit 2023). In diesem Projekt interessiert sie sich für die Mutterschaft und alles rund um die Schwangerschaft. Im Zentrum eines Dekors in baby-rosa sitzend, inszeniert sie sich in einem bedeutungsschweren Gemälde. Zwei Milchpumpen, die an ihre kaum enthüllte Brust angeschlossen sind, sind mit einer Kolonie von Röhren verbunden. Indem sie aus dem Rahmen fallen, erinnern sie an die unabkömmliche Organisation einer Mutter, die ihre Autonomie bewahren will: Die Freiheit ist möglich, unter der Bedingung einer ordentlichen Logistik. Nicht vergessen darf man auch Jochen Mühlenbrink (Au Cube) und seine WP Smile, Trompe-l’œil, die sprachlos machen. 


Zudem empfängt die Luxembourg Art Week Adressen, die schon in der Vergangenheit teilgenommen haben. Die luxemburgische Galerie ARTSKOCO zum Beispiel zeigt ihre koreanischen Künstler, darunter Hong Ilhwa, eine Malerin, die aus der Natur ihr zentrales Motiv macht. Während sie anhand von Figuren strahlt, die buchstäblich in brillantem Glanz erscheinen – Forest of Gaya, The Hour Between Dog and Wolf –, und die den Betrachter dazu einladen in irreale und verzauberte Welten einzutauchen, dient sie auch als Kulisse von Child of the Dawn. Ihre melancholischen Frauenportraits, die von der Figur eines wilden Tieres begleitet werden (Leopard, Wolf, Papagei), ziehen die Aufmerksamkeit in einem Augenblick auf sich. Matthias Verginer (Galerie Schortgen) seinerseits, fesselt mit ultra-realistischen Holzskulpturen, die Männer, Frauen und Kinder darstellen. Ein kleiner Junge, der lässig auf einer Kugel platziert ist, erinnert an den Kleinen Prinzen, der von der Entdeckung anderer Planeten träumt. Und schließlich enthüllen die Zeichnungen von Marguerite Hollemaert (Galerie Marie Berthollet, erste Teilnahme) die Paradoxe in der Tierpflege, in der die Geste gleichzeitig als ein heilender und kontrollierender Akt erscheint. Garantiert verstörend. 


Auf dem Champ du Glacis (Luxemburg) vom 20. bis 22. November
luxembourgartweek.lu

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