Halage, neues Werk von Frànçois & The Atlas Mountains
Der Anführer, Sänger und Gitarrist von Frànçois & The Atlas Mountains, Frànçois Marry entführt uns mit Halage, einem neuen Elektro-Indie-Folk-Album.
Wovon handelt ihre neue Platte, die am 3. April erscheint?
Sie ist ein bisschen der turbulente Cousin von Âge Fleuve, dem vorherigen Album. Sie ist freier, variierter und erkundet alternative Kanäle, die von der Welt des Clubbings zu idyllischeren Motiven übergehen. Die Idee war dabei jene, sich keine Grenzen zu setzen. Man trifft auf viel Elektromusik, mit Synthesizern, die ich schon vorher nutzte, Effekten über meiner Stimme um sie zu verändern, Kontrabass, der von Laure Sanchez gespielt wird, Chören und organischen Schlaginstrumenten. Ich habe Bäume aufgenommen, die im Wald knarzen, hinter meinem Haus, oder Shaker aus mit Wasser gefüllten Trinkflaschen hergestellt.
Wenn wir von Clubbing sprechen, beziehen Sie sich auf Briller dans la nuit?
Ja, und auch auf Essaie Maintenant. Briller dans la nuit wurde nach einem Abend in einem Club in Berlin geschrieben. Es erzählt von diesem Gefühl, das man hat, wenn man jung ist, wenn man eine Boheme-Leben voller Freiheit kennt, die kleinen Jobs uns aber zur Ordnung rufen. Es trägt auch eine etwas bizarre Feststellung, diesen Eindruck, dass man einen Peter Pan sucht, der nie wieder zurückkommen wird. Essaie Maintenant ist das Pendant von Adorer [Titel auf Âge Fleuve, Anm.d.Red.]. Es ist eine Ode an den gegenwärtigen Moment, auf die Tatsache zu versuchen die Dinge zu ändern, seine Umgebung. Ich habe +++ eingeladen, eine sehr junge französische Gruppe, deren Energie dabei hilft die Cursor auf Freude zu regeln.
Mit L’Homme à la rivière, präsentieren Sie eine französische Version von River Man von Nick Drake…
Anfangs dachte ich nie daran, mich an einen solchen Mythos heranzuwagen, denn ich fand ihn unantastbar. Ich habe es gemacht, da ich mir dachte es könnte eine Anspielung auf Âge Fleuve sein, dann, als ich es spielte, hat es mir gefallen es zu übersetzen. Es war eine Art und Weise für das französische Publikum mehr Tiefe herauszuholen, von Träumereien auf dem Land zu sprechen und dabei gleichzeitig einen politischen Diskurs zu führen, wenn er davon spricht unter der Zensur frei zu leben. Dieses Stück ist ein Duo mit Yasmine Hamdan. Es ist cool den englischen Folk der 1970er Jahre in einer rockigen Indie-Version neu zu interpretieren.
Auf der Seite der Duos kann man Clara Luciani oder auch Ëda Diaz nennen. Wie sind sie entstanden?
Clara und ich sind uns schon mehrfach über den Weg gelaufen. Sie ist ein bisschen die französische Taylor Swift, sie hat die Fähigkeit dazu Dinge in einen Hit zu verwandeln. Rappelle-toi existierte schon auf Âge Fleuve. Wir haben das Lied mit Siau neu komponiert, sie weniger intim und poppiger gemacht. Was Ëda angeht, bin ich ein großer Fan ihrer Musik. Wir sind uns bewusst geworden, dass wir beide Art&Life von UTO lieben [Elektro-Duo, ebenfalls beim Label InFiné Music, Anm.d.Red.] und haben uns dazu entschlossen eine französisch-spanische Wiederaufnahme zu machen. Wir haben uns die Vorschläge gegenseitig geschickt, um uns zu amüsieren, und als wir das Album fertigstellten, haben wir die Dinge schlussendlich ernst genommen.
In La Maison Bleue (Straßburg) am Donnerstag den 16. April und in der Usine à Gaz (Nyon) am Donnerstag den 30. April
lamaisonbleue-stbg.com – usineagaz.ch

Erschienen bei InFiné Music
infine-music.com
