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Auf in die 1960er Jahre mit Ariane à Naxos von Myriam Marzouki

© Klara Beck

Myriam Marzouki verankert Ariane à Naxos von Richard Strauss im Griechenland der sechziger Jahre zwischen Militärdiktatur und trügerischer Sonne. 

Indem sie sich dazu entscheidet Ariane à Naxos von Strauss (zu einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal) zu inszenieren, nimmt sich Myriam Marzouki eines Werkes in Form einer Mise en abyme an, dem Archetyp des „Theaters im Theater“, das gleichzeitig Oper und Pastiche einer Oper ist. Indem sie insbesondere die Möglichkeiten zweier Randfiguren ausnutzt – ein unsichtbarer Mäzen, der die dramaturgischen Fäden zieht und ein Offizier, der nur zwei Erwiderungen singt – entführt sie das Publikum „ins Herz der Theater-Maschine: Ein Leben herzustellen, das echter als echt ist, mit Falschem und Künstlichem“, fasst sie zusammen. 


Die Aktion in die Griechische Militärdiktatur zu versetzen (irgendwann zwischen 1967 und 1974) – und genauer gesagt in die Eingangshalle eines Hotels auf der Insel – erlaubt es außerdem es „in einem historischen und geographischen Kontext zu installieren, der kohärent ist in Bezug auf die mediterrane antike Dimension des Titels und mit meiner Lektüre des Librettos.“ Indem sie im Werk einen kollektiven Aspekt sucht, hinterfragt die Regisseurin voller Finesse den Platz des Künstlers gegenüber Politik und Wirtschaft. Aktuell…  


In der Opéra (Straßburg) vom 31. Oktober bis 8. November, in La Sinne (Mulhouse) am Freitag den 20. & Sonntag den 22. November und im Théâtre municipal (Colmar) am Sonntag den 29. November
operanationaldurhin.eu

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