Parfois revenir en arrière et avancer se confondent : Studenten nehmen sich des Frac Alsace an
Mit Parfois revenir en arrière et avancer se confondent, öffnet der Frac Alsace seine Türen für studentische Kuratoren.
In einem Rundgang mit 13 Werken hinterfragt die Ausstellung den Kolonialismus und die ausgelöschten Erzählungen. Die ganze Ausstellung wurde von jungen Kuratoren des Masters Écritures critiques et curatoriales de l’art et des cultures visuelles in Straßburg geplant: Auswahl der Werke, Redaktion der Texte und Ausstellungsdesign, ausgehend von den Sammlungen des Frac du Grand Est. „Wir haben viel diskutiert um den Rundgang aufzubauen, damit der Besucher zurückgehen und Bezüge zwischen den Installationen herstellen kann“, erklärt Linda Chtourou. Ihre Kommilitonin Cindy Poignant fügt hinzu: „Wir wollten mit Gewohnheiten brechen und einen zu linearen Weg vermeiden.“ Der Ort mischt Photographie, Skulptur, etc.
Zu den Beiträgen gehört Naître au monde, c’est concevoir (vivre) enfin le monde comme relation von Binta Diaw, die Mangroven-Wurzeln als falsche geflochtene Zöpfe präsentiert. Die Künstlerin spricht so von den Ursprüngen und der Geschichte von Völkern, die in diesen Mooren Zuflucht gefunden haben. Das Material verweist auch auf die gekräuselten Haare, die im Westen oft stigmatisiert werden. Daneben ist Runaways von Glenn Ligon, platziert, eine Reihe von zehn Lithographien, die alte Suchanzeigen nach schwarzen Sklaven mit Beschreibungen seiner Angehörigen in Bezug auf seine Person in Verbindung bringt.
Im Frac Alsace (Sélestat) bis 21. Juni
frac-alsace.org
> Ein 14. Werk, L’Exil est un dur métier, das die Form eines protokollarischen Plakats annimmt, ist im Freien am Bastion XIV (Straßburg) installiert



