Porporas Polifemo uraufgeführt von der Opéra national du Rhin

Emmanuelle Haïm © Marianne Rosenstiehl

Erstmals in Frankreich an der Opéra national du Rhin präsentiert, mobilisiert Polifemo von Nicola Porpora die Crème de la Crème der Barockmusik.

Die Besetzung ist vielversprechend: Vom Superstar des Gesangs, dem Kontertenor Franco Fagioli bis zur Dirigentin Emmanuelle Haïm, an der Spitze ihres Concert d’Astrée, einer Referenz der Interpretation auf alten Instrumenten. Man kann sagen, dass diese Produktion der Rarität, die Polifemo von Nicola Porpora (1735), dem vergessenen Rivalen von Händel in London, darstellt, sich wie ein Ereignis ankündigt. Diese epische Pastorale-Oper mischt zwei mythologische Geschichten, in denen der berühmte Zyklop erscheint, wobei ohne Unterlass von der Einen zur Anderen gewechselt wird: In der Ersten wird die Liebe zwischen Akis und Galateia beschrieben, die er beneidet, in der Zweiten wird die Blendung des Giganten durch Odysseus in der Odyssee gezeigt. Das Ganze wird von Bruno Ravella inszeniert, dessen Eleganz man vor drei Jahren in Verdis Stiffelio genießen konnte. Um die Erzählung flüssig zu machen, hat er die Aktion in einem Kino-Studio der Sechziger installiert, in dem ein Historienschinken in Technicolor gedreht wird, voller Bezügen zu Jason und die Argonauten von Don Chaffey oder auch Sindbads siebente Reise von Nathan Juran.

Polifemo

In der Opéra (Straßburg) vom 5. bis 11. Februar, in La Sinne (Mulhouse) und am Sonntag den 25. und Dienstag den 27. Februar, dann im Théâtre de Colmar am Sonntag den 10. März

operanationaldurhin.eu

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