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P.R2B ist zurück mit Presque Punk

P.R2B © Olivia Schenker

Zwischen Elektromusik, Rap und luftigen Akkorden liefert P.R2B ein zweites Album, Presque Punk, das gesellschaftliche Fragen erkundet. Das Ganze, in einer betörenden experimentellen Atmosphäre.

Nach der EP Des rêves (2020) und ihrem ersten Werk Rayons Gamma (2021), präsentiert P.R2B – Bühnenname von Pauline Rambeau de Baralon – ein neues Projekt voller Klangexperimente. „Ich habe mir viele Fragen darüber gestellt, was meine Stimme erzählt“, vertraut uns die Künstlerin an. „Das erlaubt es mir einen Bezug zu meinem Studium in Kino und Theater herzustellen: Ich bin jemand der singt und dabei artikuliert, mit einem echten Erbe des französischen Chansons. So ist die Ouvertüre martialisch und spektakulär.“ De facto besteht das wohlbenannte Opening aus einer kleinen Einleitung, stark und überschwänglich, in der Elektro-Kicks und düstere Hallklänge mit chirurgischer Präzision geflüsterte Texte tragen. „Ich hatte den Eindruck, dass das was ich erzähle, schwierig sein würde“, fährt sie fort. „Es ist ein wenig wie ein Initiationsroman, eine Geschichte, die ich mit einem instrumentalen Prolog beginnen wollte. Im Gegensatz zum ersten Album verlasse ich meine Komfortzone, ich öffne eine Tür um nach draußen zu gehen und die Fragen des Zusammenlebens und der Gewalt zu durchdringen.“


Nachdem sie in die Cevennen emigrierte um Inspiration zu finden – das Pariser Leben wurde zu erstickend – schrieb P.R2B La Vérité und Sirènes in wenigen Tagen. Dem ersten sehr rhythmischen Titel steht der zum Träumen anregende Cocktail des Zweiten gegenüber. Bass, Gitarre und Schlagzeug kreisen um einen Synthesizer, dessen Noten manchmal an das nostalgische Reality von Richard Sanderson erinnern… in noch traumhafterer Form! Die Suche nach Neuheiten geht auch über die erste Aufnahme im Duo, Bullshit Job, in Begleitung des extravaganten Philippe Katerine. „Ich sah niemand anderen um es zu interpretieren. Das Lied wurde für ihn komponiert und geschrieben“, präzisiert sie. Von verschiedenen Erfahrungen im Open Space inspiriert – „Ich habe mich schon in einer mit Glasfenstern ausgestatteten Struktur wiedergefunden, in der man alle sieht ohne jemanden zu hören, was komplett absurd ist“ – aber vor allem von ihrer Aufnahmeprüfung in La Fémis*, hat sie sich die Geschichte einer Angestellten vorgestellt, die es nicht mehr aushält und kündigt. Während Pauline die Angestellte mitten im Burnout spielt, schlüpft Philippe Katerine mit der Exzentrik, die man von ihm kennt, in die Rolle des Chefs, „der sie schlussendlich hört und die Welt aus einer neuen Perspektive entdeckt“. Das synkopierte Spoil seinerseits übernimmt Charakteristika des Kinos (Geräuschkulisse, Geigen vor einer skandalösen Enthüllung) um sich über den Ausdruck „Spoil mich nicht“ lustig zu machen: „Man will uns keinen Film spoilen, aber wenn es um unsere Leben geht, findet sich immer jemand, der uns das unsrige erklärt“, sagt sie abschließend mit einem Lächeln. 


Au Gueulard Plus (Nilvange) jeudi 5 février, à La Maison Bleue (Strasbourg) vendredi 6 février et à L’Autre Canal (Nancy)  samedi 7 février
legueulardplus.frlamaisonbleue-stbg.comlautrecanalnancy.fr

*Französische Hochschule für Bild-und Tontechniker

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