Marion Blondeau tanzt Lilith in Besançon

© Thierry Thibaudeau

In Lilith emanzipiert sich der Körper von Marion Blondeau von der Macht des Patriarchats, indem er seine Unabhängigkeit mit einer gelenkigen Performance zurückgewinnt.

Mit Unterstützung des Regisseurs Ahmed Ayed choreographiert und interpretiert Marion Blondeau eine weibliche Figur, die ihre Freiheit liebt. Halb nackt verrenkt sie sich, legt sich hin und wirbelt herum, in einem organischen Bild, das mit ihrer passiven Unterwürfigkeit bricht. Diese körperliche Aufführung hinterfragt die Objektivierung ihrer Sexualität, ein omnipräsentes Thema im Mythos von Lilith, der ersten Frau Adams in der jüdisch-christlichen Tradition. Als Symbol der Revolte ist diese mystische Figur ein freizügiges Wesen mit betonter Erotik, manchmal eine Galionsfigur der zeitgenössischen feministischen Bewegungen. Im aktuellen Kontext, in dem Frauen zunehmend das Wort ergreifen, präsentiert Marion Blondeau eine physische, intime und berührende Erfahrung. Zu einer düsteren und starken Elektromusik nimmt sie den Bühnenraum ein – auf dem eine einzigartige Grotte aus Porzellan steht, aus welcher sie auftaucht – während sie von Zeit zu Zeit einen Blick ins Publikum wirft. Zunächst ein schützendes Haus mit unregelmäßigen Formen wird die Grotte schließlich zu einer Art Gefängnis, reduziert sie auf ihre Rolle als Herrin der Hausarbeit, einem Bild, von dem sich die Künstlerin mehr als von allem anderen distanzieren will.

Marion Blondeau
© Thierry Thibaudeau

In L’Espace (Besançon) am Mittwoch den 22. und Donnerstag den 23. November

les2scenes.fr

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