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In Straßburg fangen Weaver und Ungerer Die Illustration in Aktion ein

Robert Weaver, Dessin probablement réalisé pour « A Day at the Races », dans New York Magazine, vers 1969, Strasbourg, Musée Tomi Ungerer – Centre international de l’Illustration © Dépôt collection particulière Antonia Pelaez et Francesca Weaver. Photo : Mathieu Bertola

Mit Illustration in Aktion geht Robert Weaver einen Dialog mit Tomi Ungerer ein, rund um die illustrierte Reportage.

Als Pionier des „visual journalism“ realisierte Robert Weaver (1924-1994) gezeichnete Reportagen für Titel wie Esquire, Life oder The New York Times, die Amerika portraitierten. Ob er Nachtvögel einfängt oder Polizisten bei einem Einsatz skizziert, sein Auge scheint die Essenz der Realität einzufangen: kinematographische Bildeinstellungen, ungewöhnliche Blickwinkel und Detailverliebtheit erzeugen komplexe Kompositionen, zwischen erlebten Erfahrungen, Information und künstlerischem Elan. Sein Blick kreuzt jenen von Tomi Ungerer (1931-2019), der 1956 in die USA kam und vom Älteren beeinflusst wurde.


Beide wurden von Sports Illustrated damit beauftragt Fußball-oder Baseballspiele zu dokumentieren, oder auch Pferderennen, ihre Zeichnungen gehen einen freundschaftlichen Dialog ein. Der Erste zeigt Kameramann, beschwipste Zuschauer und Hot-Dog-Verkäufer, womit er einen amerikanischen Traum angreift, hinter dem die Rassentrennung hervorlugt. Die Vision des Zweiten ist ebenso scharf und kritisch, wenn er zum Beispiel Pferde repräsentiert, die über Hecken springen, in einem Fabrikdekor, dessen Schornsteine düstere Rauchschwaden ausspucken.


Im Musée Tomi Ungerer – Centre international de l’Illustration (Straßburg) bis 15. Februar
musees.strasbourg.eu

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