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In Reims entführt FARaway nach Argentinien

Seré Millones © Romain Tissot

In Reims stellt die siebte Ausgabe des vielförmigen Festivals FARaway Argentinien in den Vordergrund.

Choreographie, Zirkus, visuelle Künste… Das Rendezvous in der Champagne behält seine multidisziplinäre DNA, stellt eine argentinische Szene in den Vordergrund, die von politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen geprägt ist und von den Traumata der Militärdiktatur geplagt wird, seitdem im Jahr 2023 die extremen Rechten an die Macht kamen. Zur Eröffnung entwirrt Seré millones (27.01., Le Manège) den Mythos rund um den Tod der Schauspielerin Eva Perón in Form eines dokumentarischen Zirkus, zwischen Tanz und Akrobatik in den Lüften vor dem Hintergrund von Archivbildern.


Konzeptueller ist die Performance Las palabras se pudren sobre el papel (31.01., Frac Champagne-Ardenne) in dem der Künstler und Architekt Javier del Olmo Stapel von Zeitungen manipuliert, deren Dekomposition und Rekonstruktion ein Vokabular des Widerstandes entstehen lassen. Genauso engagiert ist Sombras por supuesto (03. & 04.02. La Comédie) das sich rund um ein Paar artikuliert, dessen Sohn verschwunden ist. Aus dem Dialog zwischen der Repression, die das Land in den 1980er Jahren geprägt hat, bis hin zu den aktuellsten Ausschreitungen des Regimes entspringt eine scharfe Kritik einer strukturellen Gewalt, die als einzigen Zufluchtsort das Recht darauf gibt, sich aus der Gesellschaft zurückzuziehen.


Im Manège, im Frac-Champagne-Ardenne, in La Comédie und an verschiedenen Orten in Reims vom 27. Januar bis 7. Februar
farawayfestival.eu

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