Die Ausstellung Strömungen Europas im Europäischen Parlament
Strömungen Europas hinterfragt den Platz des Wassers heute, anhand von Werken aus der Sammlung für zeitgenössische Kunst des Europäischen Parlaments.
Diese Ausstellung in vier Teilen – die die Titel Natur, Freude, Bedrohungen und Industrie tragen – interessiert sich für das Wasser, gleichzeitig als natürliche Ressource, kulturelles Symbol und Motor des sozialen und wirtschaftlichen Lebens. Im ersten Teil entdeckt man Werke wie Wanderlust (2020) der Finnin Elina Brotherus – eine Photographie, die mit Eleganz eine Ikone von Caspar David Friedrich neu interpretiert, Der Wanderer über dem Nebelmeer – oder Okameneli valovi (2005) des Slowenen Drago Tršar, eine Bronzeskulptur, die versteinerte Wellen mit einem erotischen Anklang zeigt.

Im Laufe des Rundgangs, stehen die figurativen Ölgemälde – wie Usine à gaz (1954) des Luxemburgers Jean-Pierre Thilmany, Spiegelbild einer vergangenen Epoche in der ein naiver industrieller Optimismus angesagt war – kühneren Beiträgen gegenüber. In dieser Kategorie präsentiert Drought (Installation & Video, 2021) von Maria Nalbantova vier Seifenwürfel, die Zutaten enthalten, die von Orten stammen, welche von der Dürre betroffen sind: Die Künstlerin denunziert so die übermäßige Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch eine kapitalistische Wirtschaft, die verrückt geworden ist.
Im Besucherbereich des Europäischen Parlaments (Straßburg) vom 7. Juli bis 24. November
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