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Nina Laisné und Un Monde renversé im Frac Franche-Comté

Arca ostinata © BSN Gwladys Gurtler

Die Nina Laisné gewidmete, monographische Ausstellung Un Monde renversé besteht aus zahlreichen Hybridisierungen. 

Als interdisziplinäre Künstlerin ist Nina Laisné bekannt für ihre szenisch-sonoren Kreationen wie Arca ostinata (2021), eine traumhafte Operninstallation, die sie für den Theorbisten Daniel Zapico konzipiert hat. Die bildende Künstlerin durchstreift zudem das Kino und viele andere Ausdrucksformen mit Werken, die durch eine intensive Durchlässigkeit zwischen den Medien gekennzeichnet sind, die sich gegenseitig nähren – zu nennen ist hier das Tanzsolo Como una baguala oscura. „Anhand von Archivmaterialien bemüht sie sich, die Schwachstellen offizieller und hegemonialer Darstellungen und Diskurse aufzudecken, um Gegenerzählungen zu konstruieren“, fasst Sylvie Zavatta, Direktorin des Frac Franche-Comté und Kuratorin der Ausstellung, zusammen.

 

 

So hinterfragt Vou esperar a lua voltar (2024) die Plünderung der Reichtümer Brasiliens durch Frankreich, das es auf das Pernambukholz abgesehen hatte, welches von Geigenbauern bevorzugt für die Herstellung von Bögen verwendet wird. Für Frati uccelli (2023) lässt sie die seltsamen Stimmen des Franziskanerklosters von Saorge erklingen, die zu einer Verwandlung in Vögel aufrufen, während A Mulher ursa (2024-26) unser Verhältnis zur Andersartigkeit anhand iberischer Erzählungen hinterfragt, die von der „Bärenfrau“ handeln.


Im Frac Franche-Comté (Besançon) vom 14. Juni bis 3. Januar 2027
frac-franche-comte.frninalaisne.com

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