Das Festival für junges Publikum Loostik kommt für eine 14. Ausgabe zurück
Das junge Publikum ist gut bedient mit der 14. Ausgabe von Loostik, dem interdisziplinären deutsch-französischen Festival, das sich von Saarlouis bis Sarreguemines erstreckt.
Gemeinsam von Le Carreau (Forbach) und der Stiftung für deutsch-französische Zusammenarbeit (Saarbrücken) organisiert, ist Loostik mit 11 Produktionen zurück, die Theater, Tanz, Zirkus oder auch Marionettentheater mischen. In Pistache (03. & 04.11., Theater im Viertel, Saarbrücken, ab 2 Jahren), lädt die Regisseurin und Solistin Laure-Isabelle Blanchet dazu ein in das liebevoll verrückte Universum eines ungewöhnlichen Eisherstellers einzutreten. Auf ihrem quietschgrünen Wagen werden die Eiskugeln zum Leben erweckt, die Eistüten verwandeln sich in Bergspitzen, die Skipisten empfangen, die süßen Toppings werden zu Schneeflocken… Marotten und Hampelmänner lassen die Kinder so zahlreiche Abenteuer erleben, ohne den unausweichlichen und dramatischen Sturz der Eiscreme zu vergessen oder die Schnurbärte, die (fast) immer auf die Verkostung folgen. Aus dem Zirkus kommt Plock! (04.-06.11., Le Carreau, ab 4 Jahren), eine Aufführung der Truppe Grensgeval, die ihrerseits Akrobatik und visuelle Künste verbindet. So nah wie möglich an den Interpreten sitzend, dringt das Publikum, das mit Schutzblusen ausgestattet wird, in das Projekt von Jakob ein, eines Künstlers, der den Pinsel schwingt wie Jackson Pollock. Aber wie kann er das Genie des abstrakten Expressionisten erreichen? Ist das überhaupt möglich? In einer Explosion von Farben und Pirouetten versucht der Held eine Antwort zu finden.
Auf der Seite der Choreographie dient das Festival auch als Labor für Macadam (06. & 07.11., Kulturgut Ost, Saarbrücken, ab 12 Jahren), eine Performance, die aktuell kreiert wird, deren Premiere erst für 2027 vorgesehen ist. Der luxemburgische Kulturverein ARTEZIA und die Truppe Corps In Situ aus Metz präsentieren ein Trio für den öffentlichen Raum, in dem zeitgenössischer Tanz und Praxis des Skatens der Ausgangspunkt sind um über Freiheit, Durchhaltevermögen und Selbstbehauptung zu sprechen. Was Ulysse (06. & 07.11., Le Carreau, ab 8 Jahren) angeht – ein legendäres Stück, das ursprünglich von Jean-Claude Gallotta im Jahr 1981 aufgeführt und seitdem zahlreiche Male neuinterpretiert wurde – überlassen die erwachsenen Tänzer, für die es ursprünglich vorgesehen war, ihren Platz einer jungen Truppe. Zwischen 7 und 18 Jahre alt gehören sie zur Gruppe Grenade. Ihre Gründerin Josette Baïz – die an der allerersten Besetzung teilnahm und im Jahr 2007 eine erste Wiederaufnahme präsentiert hat – kommt mit einer Version zurück, die im vergangenen Jahr neu gedacht wurde, in der sich die jungen Talente, ganz in weiß gekleidet, die Komplexität der Schritte aneignen, eine Herausforderung, die wie ein Echo auf die Abenteuer der Figur von Homer antwortet.
Im Carreau und der Médiathèque Roger Bichelberger (Forbach), im Centre social Balavoine (Cocheren), im Espace Wendel (Hombourg-Haut), auf der Scène de l’Hôtel de Ville (Sarreguemines), im Theater am Ring (Saarlouis) und an verschiedenen Orten in Saarbrücken vom 3. bis 9. November
loostik.eu




