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Anne Drescher enthüllt eine düstere Version von Rigoletto von Verdi

© Felix Grünschloß

In ihrer Inszenierung präsentiert Anna Drescher eine verzweifelte Version von Verdis Rigoletto.

Starke Bilder. Schwarz. Manchmal verstörend. Die von Anna Drescher inszenierte Produktion von Rigoletto, lässt niemanden kalt! Der Hof von Mantua ist eine düstere Kloake, durch die Perverse irren, die nach vergänglichen Freuden suchen und deren Perversionen vielfältig sind. Als großer Organisator des Ganzen, macht sich der Herzog, ein alter Libertin, an Gilda heran, die Tochter des Hofnarren Rigoletto (hier ohne seinen traditionellen Buckel dargestellt, aber anders gekleidet als die anderen), die sich in ihn verliebt. Ihr Vater wird alles tun um sie vor dem skrupellosen Verführer zu schützen.


Die absolute Tragödie, die folgt, ist weithin bekannt… Das Niederträchtige – mit einem schwarz gekachelten Turm, irgendwo zwischen Peepshow und Pissoir – steht einer kindlichen, ein wenig anormalen Vorstellungswelt gegenüber: Mit einem rosa Tutu-Kleid bekleidet, lebt Gilda in der Tat in einem Glaskäfig (gleichzeitig Gefängnis und safe place), der mit unzähligen Teddybären (und anderen Tierchen) in allen Größen und Farben gefüllt ist. Eine Vision der ewigen Kindheit! Indem sie Verdi in die Vergnügungsgesellschaft in den letzten Atemzügen versetzt, akzentuiert die Regisseurin noch die Hoffnungslosigkeit, die das Werk prägt.


Im Badischen Staatstheater (Karlsruhe) am Samstag den 17. und Donnerstag den 22. Oktober, dann am 1. & 28.11., 17.12. & 19.01.2027
staatstheater.karlsruhe.de

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