Und dann und wann ein weißer Elefant Fokus auf Rainer Maria Rilke in Marbach
Und dann und wann ein weißer Elefant ist ein Eintauchen in Rilkes Welten um den deutschen Schriftsteller besser kennenzulernen.
In einem prächtigen zeitgenössischen Gebäude von David Chipperfield entfaltet sich eine Ausstellung, die es erlaubt (fast) alles über Rainer Maria Rilke (1875-1926) zu erfahren. Anhand von rund 200 Dokumenten und Objekten – Briefen, Notizbüchern, Skizzen, Originalausgaben, Photographien, etc. – die in einer eleganten und effizienten Inszenierung präsentiert werden, welche in fünf Kapiteln aufgebaut ist, kann man dem Autor von Briefe an einen jungen Dichter begegnen, der in der literarischen Landschaft seiner Zeit restituiert wird, die er mit Jubel auf den Kopf stellte.
So kann man die Entstehung der wichtigsten Texte eines Mannes verstehen, der die handgeschriebenen Entwürfe versteckte – mit einer raffinierten Kalligraphie – sowie andere Skizzen, um den Eindruck zu erwecken, dass seine Werke spontan geboren werden, ohne vorbereitende Arbeit. Eine Art und Weise seine eigene Legende in Szene zu setzen… Es wird auch die Gelegenheit geboten die wichtigsten Sammelbänder (wieder) zu entdecken, wie Duineser Elegien, die die europäische Poesie des 20. Jahrhunderts geprägt haben und die Lou Andreas-Salomé definierte als „Das Unaussprechliche, das spricht, erhoben zur Gegenwart.“
Im Literaturmuseum der Moderne (Marbach) bis 19. Januar 2027
dla-marbach.de



