Auf in die 1930er Jahre mit dem OPS
Das Orchestre philharmonique de Strasbourg reist in die 1930er Jahre in Begleitung der strahlenden Pianistin Anna Vinnitskaya.
Die wilden Zwanziger Jahre und jene die folgten? Eine Insel der Leichtigkeit zwischen zwei Gemetzeln, in der die Modernität mit einem mechanischen Krach einschlägt, der in Pacific 231 (1924) weitergegeben wird, einer Seite, die als Hommage an eine lautstarke Lokomotive geschrieben wurde. Indem sie das Konzert des OPS eröffnet, das von Aziz Shokhakimov dirigiert wird, geht die Partitur von Arthur Honegger dem Klavierkonzert für die linke Hand (1932) voraus, in dem der Schmerz des Ersten Weltkrieges eingebrannt ist, denn Ravel komponierte es für Paul Wittgenstein, dem in den Schützengräben der rechte Arm amputiert worden war.

Am Klavier Anna Vinnitskaya – deren Spiel eine unglaubliche Technik, feinfühlige Emotionen und eine allgegenwärtige Inspiration verbindet – die einem Werk Gerechtigkeit widerfahren lässt, das zur Überwindung der eigenen physischen Grenzen auffordert. Solche Qualitäten sind auch nötig beim virtuosen Hit den Rhapsodie über ein Thema von Paganini von Rachmaninow darstellt. Die Veranstaltung endet mit Kurt Weill und seiner 2. Sinfonie (1934), was das musikalische Portrait einer Epoche, der 1930er Jahre, vervollständigt, in der man auf einem Vulkan tanzte.
Au Palais de la Musique et des Congrès (Strasbourg) jeudi 21 mai
philharmonique.strasbourg.eu
