Eine blutrünstige Iphigénie en Tauride von Caterina Cianfarini im Theater Freiburg
Die Inszenierung von Glucks Iphigénie en Tauride von Caterina Cianfarini, die sich auf das Unterbewusstsein konzentriert, beschäftigt sich mit einem blutigen Mythos.
Die Adaptation von Iphigénie en Tauride (1779) von Christoph Willibald Gluck nach Euripides, erzählt das Schicksal von jener, die von ihrem Vater Agamemnon hätte geopfert werden sollen, um die Expedition nach Troja zu erlauben. Von Diana, deren Priesterin sie auf einer fernen Insel geworden ist gerettet, trifft sie durch Zufall auf Orest, ihren muttermörderischen Bruder, den sie tot glaubt… In ihrer Inszenierung taucht Caterina Cianfarini in die Abgründe des Fluchs der Atriden ein, analysiert den Zyklus der Gewalt und fragt sich ob das gerettete Kind zu jener werden kann, die die anderen rettet…
Deshalb ist das Opfer der Kern der Produktion: „Iphigénie ist mit den Schatten der Vergangenheit alleine. In ihrer Isolation erscheint alles was sie nicht überwinden konnte in Form von Geistern. Es handelt sich nicht nur um ihren Vater und ihre Mutter, sondern um das gesamte System, das sich hinter ihnen versteckt“, erklärt sie. In einer Hämoglobin-Orgie manifestieren sich diese Stimmen der Vergangenheit und des Unterbewusstseins, um die barbarische Ungerechtigkeit und die Willkür zu analysieren.
Au Theater Freiburg (Fribourg-en-Brisgau) dimanche 12 avril, puis samedi 9 et lundi 25 mai, jeudis 4 et 25 juin et mercredi 1er juillet
theater.freiburg.de




