LOOSTIK kehrt für eine 11. Ausgabe zurück

Le Petit Bain © Simon Gosselin

Für seine 11. Ausgabe verführt LOOSTIK, das deutschfranzösische Festival für junges Publikum, Jung und Alt mit neuem Zauber und Badeschaum!

Das Festival Loostik, das 2013 von der Stiftung für deutschfranzösische Zusammenarbeit in Saarbrücken und dem Carreau, der Nationalbühne in Forbach für den Osten des Departements Moselle kreiert wurde, gehört heute zu den festen Terminen aller Liebhaber von Bühnenentdeckungen. Der Star der neuen Zauberkunst, Étienne Saglio, kreiert die Stimmung eines traditionellen Kabaretts in Goupil et Kosmao (11. & 12.11., Le Carreau, ab 5 Jahren). Der Unvergessliche Geister-Bändiger aus Limbes, der auch die Wölfe verzaubert und seine innere Dämonen erforscht hat, indem er sich in einem poetischen Rundtanz von alten Objekten beherrschen ließ (Le Soir des monstres), erfreut sich hier an der Dekonstruktion der Codes: Der Assistent des Zauberers, der wie aus dem Ei gepellt ist, präsentiert sich frontal zum Zuschauer, er ist nichts anderes als ein ausgestopfter Fuchs, der rebellische Reinecke aus einem letzten grausamen Stück Le Bruit des loups. Programmierte Entgleisungen und allerlei Überraschungen eines Monsieur Hulot, der eine Situationskomik à la Tex Avery nutzt. Es schießt, quietscht und geht ruckzuck, mit haufenweise Überraschungen, die eine gewisse Verbindung mit dem Publikum herstellen, das sich darüber freut, wie das Tier sich auflehnt und das magisch animierte Wesen die Kontrolle über den Illusionisten übernimmt.

LOOSTIK
LOOSTIK: Goupil et Kosmao © Etienne Saglio

Schaum
Johanny Bert hat Le Petit Bain (10. & 11.11., Le Carreau), allein auf der Bühne entworfen, für sehr junges Publikum ab 3 Jahren. Eine Premiere für jenen, der sich eher mit politischen Themen befasst, so wie beim queeren Kabarett Hen. Hier dringt ein Mann in eine Masse von… Badeschaum ein. Herrlich verspielt, zerschneidet er diese Materie, schafft kleine Figuren, mit denen er mit der Vergänglichkeit der Blasen spielt, inmitten derer er frei tanzt. Diese Träumerei ruft ebenso Kindheitserinnerungen hervor wie die Wasserfreuden der Entspannung oder die Abende in der Disko mit Schaumparty. Aber die Zerbrechlichkeit dieses Spielplatzes macht ihn vor allem zu einem Terrain der sensiblen Erkundung einer formbaren Landschaft, bis hin zu ihrem Verschwinden, das jedem verhängnisvoll erscheint. Das Festival erlaubt es auch eine Zeitreise zu machen, mit der Wiederentdeckung von Un petit Chaperon rouge (9.11., Le Carreau, ab 9 Jahren) in Schwarz-Weiß, fast ohne Worte, in dem Florence Lavaud mit dem Schauder eines bösen Wolfs spielt (ein Mann mit großen Eisenkrallen) der ein junges Mädchen in einer Sturzflut von Bühneneffekten verführt (lange, rote, bedrohliche Laken, die sich mit Luft füllen, beunruhigendes Licht, verführerischer Tango). Die Aufführung, die im Jahr 2006 den Molière-Preis für Junges Theater erhielt, wird hier für LOOSTIK neu inszeniert. Der Termin ist notiert.


An verschiedenen Orten in Forbach (Le Carreau) und Saarbrücken vom 7. bis 12. November

loostik.eu

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