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Kunst & Kommerz : Die Mode der 20er Jahre kommt nach St. Wendel

Links: Hutkopf Georgette, 1928, © KulturGut Mannheim, Sammlung Wolfgang Knapp Rechts: Mia Münster, Modezeichnung, um 1930, Aquarell/Bleistift, Privatbesitz

Indem sie die Mode im Zeitgeist von 1925 bis 1935 erkundet, taucht die Ausstellung Kunst & Kommerz in die Goldenen Zwanziger ein.

Der Geist einer Zeit scheint sich in dieser Ausstellung zu kondensieren, jener einer Ära der relativen Unbeschwertheit, direkt vor der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus im Jahr 1933, als Deutschland auf einem Vulkan tanzte. Es ist möglich hier die Zeichnungen von Mia Münster (1894-1970) zu entdecken, einer lokalen Persönlichkeit, die mit ihrer Freundin Dörte Clara Wolff – alias Dodo, einer großen Figur der Neuen Sachlichkeit – an der Reimann-Schule in Berlin studierte.

 

 

Im Wesentlichen in Modezeitschriften erschienen, verkörpern sie eine (vom Korsett, aber nicht nur…) befreite Frau, die zutiefst glamourös ist, mit ihren kürzeren Röcken und ihren coolen „Glockenhüten“, bereit dazu endlich ihr eigenes Leben zu leben… und die Männer verrückt zu machen. Diese Repräsentationen werden mit Schaufensterpuppen aus der Sammlung Wolfgang Knapp ergänzt (sowie zahlreichen Archivdokumenten und Schmuckstücken). Bubikopf-Frisur, kohlschwarzer Blick und wunderbar androgyne Looks: Der Besucher hat das Gefühl in eine Folge von Babylon Berlin einzutauchen. 


Im Museum St. Wendel, Mia-Münster-Haus, bis 27. September
museum-wnd.de

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