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Kopisten erfindet die klassische Kunst in Metz neu

Yan Pei-Ming, La Servante oubliée de Bethsabée au bain tenant la lettre du roi David, d’après Rembrandt Die vergessene Dienerin von Bathseba im Bade einen Brief des Königs David haltend, nach Rembrandt, 2025. Huile sur toile Öl auf Leinwand, 142 × 142 cm © Yan Pei-Ming, ADAGP, Paris, 2025 / Photo : © Clérin-Morin

Im Centre Pompidou-Metz untersucht Kopisten einen zentralen
modus operandi der Klassik, aus dem Blickwinkel der zeitgenössischen Kunst.

Zeitgenössische Künstler haben von den beiden Kuratoren der Ausstellung Donatien Grau und Chiara Parisi, eine Einladung erhalten, die folgendermaßen formuliert war: „Fertigen Sie anhand eines Werkes ihrer Wahl aus den Sammlungen des Louvre eine Kopie desselben an.“ Hundert Teilnehmer haben geantwortet. Indem sie eine altüberlieferte Praktik neu interpretieren, mischen sie auf subtile Weise Tradition und Kulturerbe, für ein faszinierendes Kaleidoskop zwischen Bruch und Selbstbesinnung. Von Yan Pei-Ming, der Bathseba im Bade von Rembrandt reinterpretiert – wobei er die Aufmerksamkeit auf die Figur der Dienerin in Grauschattierungen richtet – bis zu Philippe Parreno, der einer Maschine die Kopie des Werkes der manieristischen Malerin Sofonisba Anguissola anvertraut, ist der Rundgang vielfältig…


Auch ungleich, aber das ist das Gesetz der Gattung. Nichtsdestotrotz ist das Ensemble begeisternd mit Beiträgen wie jenem von Bertrand Lavier (der sich um Die Freiheit führt das Volk von Delacroix kümmert… ohne Malerei) oder Ymane Chabi-Gara. Sie liefert eine Vision des Astronoms voller Delikatesse, aus zeitlichen und farblichen Überlagerungen, die es erlauben die Ikone von Vermeer in einem zeitgenössischen Raum wiederzugeben, der von mystischer Einsamkeit getränkt ist.


Im Centre Pompidou-Metz bis 2. Februar
centrepompidou-metz.fr

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