Der verschmitzte Humor von Retro23 in der Stadtgalerie Saarbrücken
Die monographische Ausstellung Die Dachse kommen näher, die Retro23 gewidmet ist, erkundet das traumhaft-verschmitzte Universum des Künstlers aus Saarbrücken.
Der international für seine Tätowierungen bekannte Alexander Hoffmann, alias Retro23, präsentiert eine Ausstellung mit mysteriösem Titel, die man auf tausendundeine Weisen interpretieren kann. Hier entfaltet sich ein faszinierender Kosmos aus Gemälden und Keramiken, der als ein „Gegenmodell“ zum rationellen Denken und einem zu sehr durchgetakteten (und möglicherweise peniblen) Alltag betrachtet wird.
Er besteht aus phantastisch-psychedelischen Erzählungen, voller Energie… und Humor! Eine Frau, die ein Messer hält, liegt auf einem „Tiger-Bett“, während der untere Teil des Gemäldes von bizarren Idolen eingenommen wird, ein Avatar von Adam spaziert durch den Dschungel (und ganz in der Nähe von ihm befindet sich das „Totem“-Tier der Ausstellung), Symbole (Totenköpfe, steife männliche Glieder…) füllen den Bildraum, der an einige Kompositionen von Basquiat erinnert, ebenso wie Worte (wie Area 51). Expressiv und spontan, erinnert seine Kunst an ein Tagebuch, in dem sich der Alltag mit Einflüssen der Pop-Kultur vermischt.
In der Stadtgalerie (Saarbrücken) bis 30. August
stadtgalerie-saarbruecken.de – retro23.de
> Parallel wird insbesondere die Ausstellung Lost Sister von Akosua Viktoria Adu-Sanyah gezeigt
akosuaviktoria.com



