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Drei Ausstellungen um das 120jährige Jubiläum des Musée historique de Haguenau zu feiern

Photographie du musée de Haguenau prise depuis le château d'eau, après 1905

Das Musée historique de Haguenau feiert sein 120. Jubiläum mit einer Reihevon Ausstellungen, die eine einzigartige Institution in den Fokus stellen.

Wenn man auf der Place Albert Schweitzer ankommt, bekommt man Zweifel. Mit seiner imposanten Treppe, seinem reich dekorierten Frontgiebel und seinem integrierten Turm, spielt das Gebäude mit den Bezügen. „Man fragt uns oft, ob es ursprünglich eine Kirche war, aber nein, es war immer ein Museum!“, amüsiert sich Hélène Braeuner, Direktorin der Musées-Archives de la ville. Wenn man genauer hinschaut ist das Basrelief in gotischen Buchstaben, das den Haupteingang ziert, unmissverständlich. Wir stehen vor einem „Bibliothek Museum“. Mit dem Titel „Erfinden, sein Museum neu erfinden“ präsentieren drei Ausstellungen die Besonderheiten.

 

Als Einführung blickt „Das Wissen versammeln“ auf die Entstehung des Gebäudes zurück, Ergebnis eines Engagements für die Zugänglichkeit der Kultur, zu deren Hauptetappen die Kreation der Gemeindebibliothek im Jahr 1837 zählte. Aber erst unter dem Einfluss des Bürgermeisters Xavier Nessel, der ein Liebhaber von Archäologie und Münzkunde war, ging alles ganz schnell. Der Stadtverwalter schlägt vor ein Gebäude zu errichten um seine Schätze zu bewahren, die er der Gemeinde vermachen möchte. Der Rundgang blickt auf eine Baustelle mit einer bewegten Geschichte zurück, die 1900 begonnen wurde, nachdem ein Wettbewerb das Projekt von Richard Kuder und Joseph Müller ausgesucht hatte. Das Duo aus Straßburg – wo es den Palais des Fêtes entwirft – liefert ein echtes Manifest der eklektischen Architektur, mit einer Kombination aus den Stilen der Renaissance, der Gotik und der Art nouveau. In der Eingangshalle stellt ein Glasfenster von Léo Schnug das Erscheinen von Richard Löwenherz vor dem Kaiser Heinrich dem VI. im Jahr 1193 dar. Ein paar Schritte weiter lädt eine Statue des Künstlers und Gelehrten Herrade de Landsberg dazu ein in den ersten Stock zu gelangen, wo man auf eine bemerkenswerte Kuppel im Stil der Art nouveau trifft. Eine ornamentale Grammatik, die nichts dem Zufall überlässt: „Diese Ästhetik hat eine höchst politische Dimension. Sie unterstreicht die deutsche Identität der Stadt, so als ob sie immer zum Heiligen Römischen Reich gehört hätte“, fasst Hélène Braeuner zusammen. „Photographien von Haguenau“ macht einen Abstecher, stützt sich auf einen Korpus von Aufnahmen, alten Postkarten, Auszügen aus dem Tagebuch von Léon Huffel, Präsident der Gesellschaft für Geschichte und Archäologie von Haguenau, in dem man eine Stadt im Wandel sieht. Der Höhepunkt der Besichtigung „Die Kunst der Keramik von Léon Elchinger teilen“ präsentiert einen wunderschönen Auszug der Töpferwaren-Sammlung, die dem Museum von Ehepaar Syring vermacht wurde. Objekte mit Tiermotiven, schillernd oder mit japanischen Einflüssen, die Kreationen zeugen von der erstaunlichen Modernität einer altüberlieferten Kunst, die zur Ausstrahlung des Elsasses beigetragen hat.


Im Musée historique (Haguenau) bis 26. April
haguenau.fr

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