Das Universum von Céline Lachkar enthüllt im MBA in Mulhouse
Unter dem ebenso rätselhaften wie neugierig machenden Titel Fertiliser comme passer au travers enthüllt die Ausstellung das verträumte Universum von Céline Lachkar.
Verfestigen, trennen, öffnen, eintreten, enthüllen, geben. Zahlreiche Aktionen, die den Weg dieser breiten Retrospektive eines uneinheitlichen und leuchtenden Werkes zeichnen, das seit 25 Jahren von einem Streben nach Harmonie angetrieben wird. Für die Traumata, die unsere Epoche prägen, sensibilisiert, erkundet Céline Lachkar die heilende Kraft der Kreation, lädt dazu ein einen anderen Blick auf die Welt zu werfen, indem sie anhand einer Gegenüberstellung von Techniken und Materialien eine Poesie der Illusion erzeugt. Zwischen Zeichnung, Skulptur und Collage lässt Aperlithes (2025), aus einer zarten Papierfaltung ein Paar Hände auftauchen, das ein Telefon hält, gekrönt von einem fliegenden Vogelpaar, Symbol der erneuten Verzauberung des Alltags.
Kritischer lässt sich die Keramikserie Godgame (2006) vom Universum der Videospiele inspirieren, den Göttersimulationen, in denen jeder Spieler nach Lust und Laune eine Welt erschafft, was die Fähigkeit des Menschen zur Beherrschung der Realität in Frage stellt. Der Höhepunkt der Ausstellung ist die Installation Le Monde scintillant se rappelle (2026), die ein ambitiöses Palimpsest aus Gemälden, Zeichnungen und Photographien entfaltet, die mit pflanzlichen Fasern, Sand oder Glasfasern bedeckt sind, was eine Schönheit zutage bringt, die aus einer anderen Welt zu stammen scheint.
Im Musée des Beaux-Arts de Mulhouse bis 15. Februar 2027
beaux-arts.musees-mulhouse.fr


