ZKM beschäftigt sich mit KI in der Kunst mit Agentic Constellations
Mit Agentic Constellations erkundet das ZKM die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz in der Kunst auf der Basis von Daten eines großen deutschen Unternehmens.
Mehr als 30 000 Angestellte, ein Umsatz von 34,4 Milliarden Euro, die Pflege riesiger Installationen (ein Transport-und Vertriebsnetzwerk von 150 000 Kilometern für Elektrizität und 29 000 Kilometern für Gas): Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, deren Hauptsitz in Karlsruhe liegt, ist eines der wichtigsten Unternehmen im Energiesektor in Europa und versorgt rund 5,5 Millionen Kunden. Seit rund zwanzig Jahren arbeitet es mit dem ZKM für spezifische Projekte zusammen, die beiden Partner haben ein gemeinsames Interesse für neue Technologien und ihre potentiellen Interaktionen mit Kunst und Gesellschaft. Im Jahr 2024 zum Beispiel zeigte Pixelweaver die Werke von Daniel Canoga, die in Echtzeit auf diverse Parameter reagierten (Messungen mit Bezug zum Klimawandel, etc.) während im darauffolgenden Jahr The Story That Has Just Begun NFTs aus der Sammlung der deutschen Institution präsentierte, für ein schwindelerregendes Eintauchen in die „Krypto-Kunst“.
Heute steht die künstliche Intelligenz im Zentrum der Aussage mit Agentic Constellations: In dieser Multimedia-Installation in Form einer Kartografie des Verborgenen, befassen sich Daniel Heiss und Marc Schütze mit einer großen Revolution, die unsere Umwelt tiefgreifend verändert. Jene, die sich an Agent Provokateur – im ZKM im April 2026 präsentiert – erinnern, werden nicht allzu sehr überrascht sein: Eine Wand aus LED-Lampen und Bildschirmen gab die Interaktionen mehrerer KI-Agenten wieder, die Bilder und Klänge auf der Basis eines digitalen Materials generierten. Das Ziel? Die Beziehung zwischen Autonomie / Unterordnung der „Maschinen“ zu erkunden. Hier ist die gestellte Frage von ähnlicher Essenz: Welche neuen Formen des Wissens entstehen, wenn es nicht der Mensch ist, sondern die KI, die die Informationen sammelt und sie miteinander in Beziehung setzt? Mit den im Internet verfügbaren Daten, die EnBW betreffen, entfaltet sich eine Vision der Gesellschaft: Autonome KI-Agenten sammeln Daten und leiten aus ihnen Hypothesen ab. Indem sie sie in Graphiken, Diagramme und andere Traumlandschaften verwandeln, schaffen sie Kompositionen, die vielerlei Fragen aufwerfen: Wer ist der Schöpfer, der Programmierer oder das Programm? Haben die KIs eine Fähigkeit zur Erkenntnis, die jener des Menschen überlegen ist, der einige Elemente unberücksichtigt ließe? Wie hoch ist der Grad ihrer Freiheit? Ist das Misalignement eine plausible Hypothese? Schwindelerregend. Und das ist erst der Anfang…
Im Foyer der Konzernzentrale von EnBW (Karlsruhe) bis 7. Februar 2027
zkm.de – enbw.com


